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Wir über uns

Mit dem Modellprojekt eines Regionalen Krisenmanagements für junge Menschen bis zum 25. Lebensjahr streben wir an, für junge Menschen, die sich in einer suizidalen Lebenskrise befinden, sowohl das Angebot einer fachärztlichen Abklärung und einer psychiatrische/fachpsychologischen Behandlung als auch eine benötigte psychosoziale Hilfe niederschwellig erreichbar zu machen. Psychosoziale Krisenhilfe wird häufig neben fachärztlicher bzw. –psychologischer Hilfe benötigt, um andauernde lebensgeschichtliche Belastungen bearbeiten und vermindern zu können, die eine suizidale Handlungs-entscheidung angesichts einer als unerträglich oder hoffnungslos empfundenen Lebenssituation mitbedingen.

In Untersuchungen zur Wirksamkeit von Versorgungssystemen hat sich gezeigt, dass Verbindlichkeit und Kontinuität der eingeleiteten Hilfemaßnahmen wesentlichen Einfluss auf die Wiederholung suizidaler Handlungen haben. Von besonderer Bedeutung ist die rasche und verlässlich vereinbarte Behandlung und Beratungsaufnahme, weil ansonsten mit einem Verlust der zu Anfang meist guten Zugangsmöglichkeit zum betroffenen jungen Menschen zu rechnen ist. Nicht behandelte, vor allem depressive, psychische Erkrankungen und unveränderte psychosoziale Risikokonstellationen tragen wesentlich zur hohen Rezidivrate von Suizidversuchen junger Menschen bei.

Das Modellprojekt will die Versorgung vor allem dadurch verbessern, dass es die in einer definierten Region tätigen Fachdienste darin unterstützt, die von ihnen vorgehaltenen  Leistungsangebote enger aufeinander abstimmen zu können. Dadurch soll erreicht werden, dass den Betroffenen die notwendigen Hilfen zielgenauer, schneller und mit verbindlicher Absprache angeboten werden und damit deren Inanspruchnahme erleichtern.

Mit dieser Zielsetzung wurde eine Anlauf- und Koordinierungsstelle (AKOS) eingerichtet, die ihren Sitz im Klinikum am Weissenhof in Weinsberg hat.