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Suizidalität und Suizidrisiko bei jungen Menschen

Die gedankliche Beschäftigung mit dem Thema Selbsttötung und manifeste suizidale Handlungen treten in der Jugend und im jungen Erwachsenenalter häufiger auf als in anderen Altersphasen. Das Risiko an einem Suizidversuch zu versterben, nimmt mit höherem Alter und zunehmender psychosozialer Belastung zu. Untersuchungen zeigen, dass im Vorfeld von Selbsttötungen fast immer eine Phase liegt, in der die Betroffenen fortschreitend an Selbstwert verlieren und direkte oder indirekte suizidale Signale an ihre Umwelt senden.

In dem von der Landesstiftung Baden-Württemberg geförderten Versorgungsprojekt Regionales Krisenmanagement werden Möglichkeiten der vernetzten Versorgung junger Menschen bis zum 25. Lebensjahr in suizidalen Lebenskrisen erprobt. Ziel ist, die Versorgungs- und Haltequote für die  Betroffenen angemessen zu erhöhen. In der definierten Modellregion (Stadt und Landkreis Heilbronn, Landkreis Ludwigsburg, Landkreis Hohenlohe) soll bei  entsprechender Indikation sowohl eine fachärztliche Konsiliaruntersuchung zur Risikoeinschätzung als auch eine ambulante Behandlung und/oder psychosoziale Beratung für suizidale junge Menschen rasch und verbindlich bereit gestellt werden. Neben den medizinischen Fachgebieten werden andere kooperierende Dienste zur psychosozialen Versorgung einbezogen. Die fallbezogene Einschaltung von AKOS basiert auf dem vorherigen Einverständnis bzw. der vorherigen Zustimmung des betroffenen jungen Menschen, bei Minderjährigen auch der Personen-sorgeberechtigten.

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