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Risikoabschätzung bei Verdacht auf Suizidalität

  • Wenn Sie den Eindruck haben, ein suizidales Signal von einer Person zu empfangen, sprechen Sie den oder die Betroffene direkt an und äußern Sie Ihre Sorge. Direktes Fragen nach Suizidgedanken oder –plänen vergrößert das Suizidrisiko nicht, es ermöglicht Klärung und Kontakt.
  • Weist das Gespräch auf eine akute, unmittelbare Suizidgefährdung hin, ist eine Notfallvorstellung beim niedergelassenen Facharzt für Psychiatrie oder Kinder- und Jugendpsychiatrie, in einer Fachambulanz oder einem Fachkrankenhaus angezeigt.
  • Macht das Gespräch eine psychische Störung oder Selbstwertproblematik mit unterschwelliger Suizidalität ohne akute Selbsttötungsgedanken deutlich, sollten die Betroffenen zeitnah spezialisierte Helfer aufsuchen.
  • Wenn Sie Zweifel bei der Einschätzung haben, holen Sie eine Expertenmeinung ein. Eine konsiliarärztliche Abklärung kann über die AKOS-Vermittlungsstelle angefragt werden.
  • Spezialisierte Hilfe ist immer auch dann zu empfehlen, wenn eine suizidale Handlung aufgetreten ist, auch bei objektiv leichtem Schweregrad. Es ist nachgewiesen, dass sich die Rückfallrate und das Versterbensrisiko auf diesem Weg bedeutsam verringern lassen.
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